DIE METHODE
Wir arbeiten mit der kommunikativen Methode, die wir in der Schule Runawasi in Cochabamba seit mehr als 20 Jahren anwenden und weiterentwickeln.
Diese Methode erlaubt es uns die Grammatik, Dialoge, Lektueren, Uebungen, Konversation, Bilder – didaktische oder kuenstlerische -, Radio, Fernsehen und andere Mittel und Resourcen zu benuetzen, um die Kommunikation vom ersten Moment an zu ermoeglichen. Mit dieser Methode ist der Unterricht direkt, aktiv und erfordert eine intensive Teilnahme.
DAS MATERIAL

Das Material, das wir benuetzen, wurde zum groessten Teil vom Direktor der Schule erarbeitet. Er ist Lingüist, mit Studien in Zuerich, Schweiz, und mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Unterrichtung der spanischen und der Quechuasprache in der Schweiz und in Bolivien. Er wendet seine Methode und sein Material an und entwickelt es staendig weiter. Das Material gibt die Wirklichkeit der Umgebung der Schule und der Familien, bei denen die SchuelerInnen leben, die Wirklichkeit von Cochabamba, von Bolivien und von Lateinamerika wieder. Zur Erarbeitung des Materials werden eigene Texte, offizielle Geschichtsbuecher, muendliche Ueberlieferung, bolivianische und lateinamerikanische Literatur, ethnologische Buecher und diverse Publikationen benuetzt. Wir glauben, dass der Lernprozess vielseitiger, interessanter und schneller ist, wenn mit den Augen, den Ohren, sprechend, schreibend und mit allen Sinnen gearbeitet wird. Das ist nur mit einem geeigneten, eigenen und wirklichkeitsnahen Material moeglich.
DER UNTERRICHT

Der Untericht ist persoenlich – ein/e SchuelerIn und ein/e LehrerIn; aber es koennen ausnahmsweise kleine Gruppen gebildet werden, um Themen von gemeinsamem Interesse - seien es gramatikalische, literarische, geschichtliche, soziale, oekonomische oder andere - zu eroertern, diskutieren oder um ganz einfach die Sprache intensiv zu ueben. AnfaengerInnen werden, mindestens waehrend einer Woche, von einem/er LehrerIn, welche(r) die Muttersprache oder eine beiden gelaeufige Sprache spricht, unterrichtet. Nach der dritten Woche, oder vorher, wenn der/die SchuelerIn die entsprechenden Kenntnisse hat und auf deren/dessen Gesuch hin, koennen spezifische Interessensthemen behandelt werden, fuer die Texte, Artikel, Schriften etc. in Buechern, Zeitschriften, Zeitungen etc. gesucht werden, ohne jedoch das Grundmaterial der Schule zu vernachlaessigen.
Wir wissen nicht – und wir sind nicht daran interessiert Vergleiche anzustellen – ob unser Programm besser ist als andere, was wir jedoch anstreben; wir vermuten, dass es anders ist. Wir haben eine Philosophie der Dienstleistung mit Qualitaet, mit einer Methode, die den Interessen, Anspruechen und Erwartungen der einzelnen SchuelerInnen angepasst wird, und mit Material, das haeufig erweitert oder ausgetauscht wird. Wir koennen behaupten, dass wir keinen definitiven Text haben; wir glauben, dass die Zeit und die Erfahrung unser Material, das eigene wie das „geborgte“ qualitativ und quantitativ bereichern.
Wir muessen auch darauf hinweisen, dass wir mit dem taeglichen oder fast taeglichen Wechsel der LehrerInnen sehr gute und positive Erfolge erzielt haben. Wir wissen, dass die LehrerInnen verschiedene Lebenserfahrungen mitbringen, aus verschiedenen Berufssparten kommen, z.T. noch einen anderen Beruf ausueben; jede(r) entwickelt eine eigene Lehrmethode, eigene Hilfsmittel, grammatikalische oder andere; und es ist unbestreitbar, dass niemand fuer niemanden gleich ist. Auch gibt es Antipathien und Symphatien, die in vielen Faellen in Freundschaft enden.
Willkommen in der Schule Runawasi, das „Haus des Menschen“, ein Ort der Begegnung.